
Dieser Leitfaden des WAFU Technikzentrums richtet sich an Projekttechnik, Einkauf, Montage, Systemintegratoren und OEM/ODM-Marken. Verbindlich bleiben die jeweiligen technischen Datenblätter.
Dass ein unsichtbares Schloss in den Türhohlraum passt, bedeutet noch keine zuverlässige Funktion. Mittellinie, Schließblech, Türabsenkung, Dichtung und Montagefehler bestimmen die tatsächliche Antriebslast.
Inhalt
- Fünf Geometrieprüfungen
- Der mechanische Kraftweg
- Toleranzkette
- Musterprüfung
- WF-019 und WF-026
- RFQ und Freigabe
- Fazit
1. Fünf Geometrieprüfungen vor der Montage
Türstärke, Schlossposition, Dornmaß, Schließblech-Mittellinie, Öffnungsrichtung und Bandzustand müssen gemessen werden. Ein Test bei geöffneter Tür zeigt nur, dass der interne Mechanismus läuft; die Rahmenkräfte fehlen dabei.
Prüfen Sie Riegeleintritt, seitliches Reiben, Anschlag am Schließblech und ob zum Verriegeln dauerhaft gedrückt oder gezogen werden muss. Bei schweren oder häufig genutzten Türen ist eine spätere Absenkung zu berücksichtigen. Dichtungen können zusätzliche Rückstellkräfte erzeugen. Auch Batterie-, Werkzeug-, Kabel- und Notentriegelungsraum gehören in die erste Vermessung.
2. Den mechanischen Kraftweg abbilden
Der Antrieb überwindet nicht nur den internen Widerstand, sondern auch Reibung am Schließblech, Dichtungsdruck, Türversatz und Montagefehler:
erklärt nur die Abhängigkeit von Widerstand, Hebelarm und Wirkungsgrad. Die konkrete Prüfung muss am repräsentativen Muster erfolgen.

3. Toleranzkette und wirksamer Freiraum
Türabsenkung, Schließblechversatz, Bohrfehler und Dichtungskompression summieren sich. Dokumentieren Sie Türstärke, Mittellinie, Riegeleintritt, Dichtungszustand und Wartungsraum vor der Montage, danach und nach dem Zyklentest.
4. Musterprüfung der Antriebslast
Prüfen Sie Leerlauf, normale geschlossene Tür, komprimierte Dichtung und leichte Fehlstellung. Erfassen Sie vollständige Verriegelung, vollständiges Zurückziehen, manuelle Unterstützung, Geräuschänderung, Stromzustand, Zyklen und Fehler. Ein sporadischer Fehler darf nicht nur durch Neustart oder Batteriewechsel verdeckt werden.
5. Prüffokus für WF-019 und WF-026
WF-019: einfache Bereitstellung prüfen
Beim WF-019 mit zwei AA-Batterien und 433-MHz-Fernbedienung stehen Einbauraum, Mittellinienstabilität, Batteriewechsel und reale Funkreichweite im Vordergrund.
WF-026: Redundanz als vollständigen Kraftweg prüfen
Beim WF-026 mit Dual-System, zwei Motoren und Grade-C-Zylinder müssen beide Antriebe, mögliche mechanische Interferenzen, Notöffnung und ein Einzelfehler dokumentiert werden. Redundanz ersetzt keine saubere Ausrichtung.

6. Ergebnisse in RFQ und Freigabe übernehmen
RFQ und Musterfreigabe müssen Türmaterial, Stärke, Beschläge, Dichtung, bestehendes Schloss, Schließblech, Mittellinie, Wartungsraum, Notöffnung, Verkabelung und Testergebnisse enthalten. „Muster funktioniert“ sollte durch eine messbare Freigabebedingung ersetzt werden: Verriegeln und Entriegeln ohne dauerhaftes manuelles Drücken oder Ziehen.
7. Fazit
Erst Tür und Rahmen vermessen, dann die Mechanik am Muster prüfen und erst danach die Serienkonfiguration festlegen. Für OEM/ODM-Projekte sind technische Unterlagen und ein repräsentatives Muster maßgeblich.